
Feuer im Gebäude / Dachstuhlbrand
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eingesetzte Kräfte | |||||||||
Fahrzeugaufgebot
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Am Mittwoch, 22.04.2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kriftel mit dem Stichwort „F2Y – Brand im Gebäude, Menschenleben in Gefahr / Dachstuhlbrand“ in die Straße „Im Engler“ alarmiert.
Vor Ort war eine massive Rauchentwicklung aus dem Dachbereich eines schwer zugänglichen Wohnhauses erkennbar. Bereits bei der ersten Erkundung wurden mehrere Hauseingänge festgestellt, sodass das Alarmstichwort auf „F2Y – Mehrfamilienhaus“ erhöht und überörtliche Kräfte nachalarmiert wurden.
Aufgrund der beengten räumlichen Verhältnisse innerhalb des Gebäudes gestaltete sich die Brandbekämpfung schwierig, sodass die Trupps unter Atemschutz nur langsam vorankamen. Gegen 18:00 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Im weiteren Verlauf beschränkten sich die Maßnahmen im Inneren des Gebäudes auf Nachlöscharbeiten sowie die Kontrolle aller Räume.
Eine Person wurde über die Drehleiter gerettet; die anwesende Notärztin konnte trotz des schnellen und umfangreichen Einsatzes aller Kräfte leider nur noch den Tod feststellen.
Parallel zur Brandbekämpfung im Inneren unterstützte die Drehleiter der Feuerwehr Hofheim von außen. Zur Dekontamination der Einsatzkräfte wurde das Hygienemodul aus Hattersheim in den Einsatz gebracht. Die Atemschutzlogistik wurde durch den Gerätewagen-Atemschutz des Main-Taunus-Kreises, betrieben von der Feuerwehr Bad Soden, sichergestellt.
Insgesamt waren 127 Einsatzkräfte mit 38 Fahrzeugen vor Ort. Der Einsatz der Feuerwehr konnte gegen 23:00 Uhr beendet werden. Das Technische Hilfswerk sowie die Polizei verblieben zur Eigentumssicherung an der Einsatzstelle.
Nach Angaben der Polizei sind sowohl die Brandursache als auch die genaue Todesursache derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Hinweise auf eine vorsätzliche Straftat liegen aktuell nicht vor. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.
Der Einsatz verdeutlicht erneut die enge Organisations Übergreifende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte im Main-Taunus-Kreis – insbesondere bei größeren Schadenslagen mit erhöhter Komplexität und personellem Bedarf. Gleichzeitig zeigen solche Ereignisse die Belastung und die Herausforderungen für alle Beteiligten, insbesondere bei Einsätzen mit tragischem Ausgang.